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Aktuell




Energievorsorgung in Spiez mit dem „Watt d’Or“ ausgezeichnet

Biomassenzentrum SpiezDas ABC-Zentrum Spiez bezieht einen Grossteil seines Energiebedarfs seit kurzem vom neuen Biomassezentrum in Spiez. Diese moderne Anlage vereinigt eine optimale Energienutzung mit einem hocheffizienten Stofffluss: Altholz und Grünabfälle werden zu Strom, Dampf, Wärme und Kompost umgewandelt. Dank dieses ausgeklügelten Wiederverwertungssystems hilft die Oberland Energie AG heute dem ABC-Zentrum Spiez, hunderttausende Liter Heizöl zu sparen und produziert dazu hochwertigen Kompost. Das aus einer Vergärungsanlage, einem Kompostierwerk sowie einer Alt- und Restholzheizung bestehende Biomassezentrum in Spiez wurde von der Oberland Energie AG zusammen mit der Dr. Eicher+Pauli AG entwickelt und realisiert. Das Biomassezentrum in Spiez wurde dieses Jahr mit dem „Watt d’Or“ ausgezeichnet. Dieser Preis wird jährlich vom Bundesamt für Energie BFE verliehen. Mit dem Watt d’Or zeichnet das BFE Personen und Organisationen aus, die mit ihren Projekten und Initiativen den Weg in eine nachhaltige Energiezukunft vorspuren.

Januar 2012


Überprüfungskonferenz des Biowaffenübereinkommens in Genf

Vom 5. bis 22. Dezember 2011 fand die alle fünf Jahre stattfindende Überprüfungskonferenz des Biowaffenübereinkommens (BWÜ) statt. Das BWÜ ist der erste multilaterale Abrüstungsvertrag, der eine ganze Kategorie von Massenvernichtungswaffen, verbietet. Am 7. Dezember wurden die Vorstellungen der Vereinigten Staaten von Amerika über weitere Transparenzmassnahmen von der Aussenministerin Hillary Clinton vorgetragen, während die russische Position für einen stärkeren Verifikationsmechanismus durch den Vizeaussenminister Gennady Gatilov vertreten wurde. Im Zentrum der Diskussionen stehen einerseits die fehlenden Instrumente, um die Einhaltung der Konvention durch die Staaten überprüfen zu können, andererseits die Fortschritte in den Biowissenschaften und deren Auswirkungen auf die Konvention, insbesondere im Dual-Use Bereich. Dabei wurden auch die jüngsten Experimente zur Vogelgrippe in den Niederlanden, die auch von den schweizerischen Medien aufgegriffen wurden, diskutiert und analysiert. Einmal mehr wurde der starke Dual-Use Charakter dieser Forschung thematisiert, d.h. legitime Forschung kann durchaus ein Potenzial zum Missbrauch der daraus gewonnenen Resultate in sich bergen. Die Dual-Use Problematik betrifft auch den Forschungsstandort Schweiz, die seit 2008 mitunter vom LABOR SPIEZ durch Sensibilisierungsaktivitäten im Hochschulbereich thematisiert wird.
Obwohl die Ergebnisse der Überprüfungskonferenz sehr moderat ausfielen, nicht zuletzt aufgrund der Finanzkrise in welcher viele Staaten stecken, konnte zumindest in diesem Punkt ein Fortschritt verzeichnet werden. Inskünftig werden die Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie an den jährlich wiederkehrenden Expertentreffen diskutiert, darunter auch der Umgang auf nationaler Ebene mit der Dual-Use Problematik.

Dezember 2011


EU-Projekt „EQuATox“ (Establishment of Quality Assurances for the Detection of Biological Toxins of Potential Bioterrorism Risk)

Die Gruppe Toxinologie des LABOR SPIEZ beteiligt sich ab Anfang 2012 als Partner im Projekt EQuaTox. Das Ziel des Projektes ist die Etablierung eines EU- weiten Netzwerks, das sich auf die Qualitätssicherung diagnostischer Verfahren für Toxine fokussiert. Die Projektkoordination liegt bei der Gruppe Mikrobielle Toxine (ZBS3) des Robert Koch Institutes in Berlin. Teilnehmer an den geplanten Proficiency Tests sind 30 Labore aus 20 Ländern aus dem Gesundheits-, Verteidigungs- und Lebensmittelsektor. Die Projektdauer beträgt 3 Jahre.

Oktober 2011


Gemeinsame Einsatzübung von CBRN-Spezialeinheiten aus der Schweiz und Deutschland

EEVBSVom 17. bis 21. Oktober fand an der ABC- und Selbstschutzschule der Bundeswehr in Sonthofen eine Einsatzübung der Chemiespezialisten der Einsatzequipe VBS (EEVBS) des Schweizer ABC-Zentrum SPIEZ und der deutschen Analytischen Task Force (ATF) statt. Die Übung ATFEX 2011 wurde vom BBK gemeinsam mit der ABC/SeS geplant und soll mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zukünftig alle zwei Jahre durchgeführt werden.
Durch die Teilnahme der EEVBS wurde ein direkter Vergleich der Vorgehensweisen beider Teams im Einsatz ermöglicht. Den beteiligten Fachleuten wurden sehr anspruchsvolle Aufgaben gestellt. Es wurden komplexe Einsatzsituationen vorbereitet, die nur mit der Spezialausstattung von ATF und EEVBS, nicht aber mit der bei Feuerwehren üblicherweise vorhandenen messtechnischen Ausstattung zu bewältigen waren.

Oktober 2011


Das LS im ALMERA-Netzwerk der IAEA

Logo IAEADas LABOR SPIEZ ist in das ALMERA NETZWERK aufgenommen worden (ALMERA – Analytical Laboratories for the Measurement of Environmental Radioactivity). Dieses Netzwerk wurde 1995 von der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) gegründet und besteht aus weltweit mehr als 100 Spezial-Laboratorien, die im Falle einer beabsichtigten oder unbeabsichtigten Freisetzung von Radioaktivität schnell und zuverlässig Umweltproben analysieren können. Die IAEA koordiniert die Aktivitäten des Netzwerks, sie entwickelt in Zusammenarbeit mit ALMERA standardisierte Methoden für die Probenahme und organisiert Ringversuche sowie Eignungsprüfungen als Instrument für die externe Qualitätskontrolle.

Der nukleare Bereich des LABOR SPIEZ ist stolz auf die Nomination und bereit, erhebliche Herausforderungen anzunehmen: Die Gruppe Radioaktivität muss ihren akkreditierten Bereich jetzt zusätzlich darauf vorbereiten, dass man künftig in der Lage sein wird, anhand eines kurzfristigen Probeneingangs über das ganze Jahr innerhalb von 48-72 Stunden ereignisrelevante Resultate in das Netzwerk zu liefern. Die Nominierung ist eine wertvolle Auszeichnung für die Qualität der Arbeiten des LS in diesem Bereich.

September 2011


Messungen von Radioaktivität im Gelände

Messungen Radioaktivität in DavosDas Bundesamt für Gesundheit (BAG) organisierte in Zusammenarbeit mit dem Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat und dem Labor Spiez in der Umgebung von Davos eine Übung zur Messung der Radioaktivität im Gelände. An der zweitägigen Übung nahmen 24 Teams aus neun europäischen Ländern teil.

Das BAG trägt die Verantwortung für die Überwachung der Umweltradioaktivität in der Schweiz. Dabei wird die Radioaktivität in verschiedenen Umweltbereichen überwacht: in der Luft, im Niederschlag, im Boden, in Gräsern, aber auch im Grund- oder Trinkwasser. Um sicherzustellen, dass bei einem Unfall die Messungen auch über die Landesgrenzen hinaus abgestimmt sind, werden in regelmässigen Abständen internationale Messübungen durchgeführt, sogenannte Ringversuche zur in-situ Spektrometrie. Dieses Jahr organisierte die Schweiz die Durchführung der Vergleichsmessung. Die Landschaft Davos wurde ausgewählt, weil die natürliche Radioaktivität im Gebirge höher ist als im Flachland. Vom 20. - 22. September haben rund 100 Fachleute aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien und der Schweiz vor Ort die vorhandenen Radioisotope (Gammastrahlen) gemessen und anschliessend ausgewertet. Intensiver Schneefall zu Beginn dieser Woche führte zu einer Umstellung im Programm aber auch zu interessanten Herausforderungen.
Das ABC Zentrum Spiez nahm mit einem gemischten Team des KompZen ABC-KAMIR und des LS (als A-Einsatzequipe VBS = A-EEVBS) an der Übung teil.

September 2011


Das LABOR SPIEZ unterstützt das IKRK

Das LABOR SPIEZ dient künftig dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als Referenzlabor.

Bild IKRKGestützt auf einen im Juni unterzeichneten Rahmenvertrag wird das LABOR SPIEZ das IKRK ab sofort dabei unterstützen, technische und operative Kompetenzen zur Bewältigung von nuklearen, radiologischen, biologischen und chemischen Ereignissen zu entwickeln, mit denen die Organisation im Feld konfrontiert werden könnte. Das analytische Expertenwissen des Labors kann vom IKRK jederzeit kurzfristig zur Unterstützung abgerufen werden, und bei Bedarf kann das Labor Experten entsenden, die das IKRK im praktischen Einsatz unterstützen.

Dieses Engagement ergänzt die bereits sehr umfangreichen internationalen Tätigkeiten der Experten in Spiez: Dazu zählen etwa der Betrieb eines designierten Labors im Zusammen­hang mit dem Chemiewaffenübereinkommen sowie Einsätze im Rahmen der Hilfe nach Konflikten und Katastrophen. Das LABOR SPIEZ wurde bereits für die umfangreichen Beiträge ausgezeichnet, die es im Rahmen von internationalen Einsätzen zur Kompetenz- und Organisationsentwicklung geleistet hat.

September 2011


ICA Workshop 2011

ICA WorkshopDas LABOR SPIEZ hat zusammen mit VERIFIN (Finnisches Institut zur Implementierung des Chemiewaffenübereinkommen) und unterstützt durch das EDA vom 7. bis 8. Sept. einen internationalen Workshop zu Incapacitating Chemical Agents organisiert (ICA: handlungs­unfähig machende Stoffe, auch als nicht letale Chemiewaffen bekannt). Ziel der Workshops war es, verschiedene technische Fragen zu solchen Stoffen zu klären: Was sind solche Stoffe, wie müssten sie wirken, kann man sie herstellen, einsetzen, nachweisen; und wie kann man ihren Missbrauch verhindern? Am Workshop nahmen auf Einladung der Schweiz 42 Experten aus verschiedenen Fachrichtungen teil. Der Bericht zum Workshop soll den Vertragsstaaten des Chemiewaffenübereinkommens und anderen interessierten Stellen als Diskussions­grundlage zur Verfügung gestellt werden.

September 2011


QUANDHIP

Das EU-Projekt QUANDHIP (Quality Assurance Exercises and Networking on the Detection of Highly Infectious Pathogens) wurde im August 2011 mit einer Laufzeit von 3 Jahren gestartet. Dabei werden zwei Netzwerke zusammengeführt: 30 Partner aus dem EQADeBa (Bakterien) sowie 6 Partner aus dem EuronetP4/ENP4 (Viren) Netzwerk. Ziel ist die Bereitstellung einer langfristigen integralen europäischen Infrastruktur zum Schutz der Bevölkerung vor hoch pathogenen Bakterien und Viren. Dies soll erreicht werden durch:

An dem Projekt nehmen insgesamt 36 Institute aus 23 Ländern teil. Die Hauptkoordination übernimmt das RKI (Robert Koch Institut); das INMI (L. Spallanzani National Institute for Infectious Agents) ist Ko-Koordinator. Das LABOR SPIEZ, vertreten durch die Gruppen Virologie und Bakteriologie, partizipiert aufgrund der fehlenden Mitgliedschaft der CH bei der EAHC als „collaborating partner“.

August 2011


Unfall in japanischem Kernkraftwerk

In Folge der Naturkatastrophe vom 11. März kam es im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi zu einem Unfall. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI und die nationale Alarmzentrale sind mit ihren Notfallorganisation im Einsatz und analysieren die Lage laufend. Für die Schweizer Bevölkerung besteht keine Gefahr.

weitere Informationen erhalten sie hier:

Das LABOR SPIEZ betreibt ein Speziallabor für die Bestimmung von Radionuklidgehalten in Umwelt- und Lebensmittelproben und beteiligt sich an der Radioaktivitätsüberwachung des Bundes. Derzeit wird in Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen abgeklärt, ob die Messequipen des LABOR SPIEZ die japanischen Behörden bei der Radioaktivitätsmessung unterstützen können.

März 2011

 

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