AC-LABORATORIUM SPIEZ
Das AC-Laboratorium Spiez trägt zur Verminderung der Bedrohung durch atomare, biologische und chemische Waffen (ABC-Waffen) bei.
Kernaufgaben
- Beurteilung und Evaluation von Schutzmaterialien und Schutzausrüstungen für Armee und Zivilbevölkerung
- Rüstungskontrolle bei ABC-Waffen
- Sicherheit im Umgang mit Gefahrstoffen
- Entsorgung von Chemikalien und radioaktiven Stoffen
Schwerpunkte
Die Arbeiten des AC-Laboratoriums Spiez sind auf den Schutz vor ABC-Waffen ausgerichtet. Dazu gehören angewandte Verfahren der Rüstungskontrolle, um die Weiterverbreitung zu verhüten. Schwerpunkte bilden der Erhalt und der weitere Ausbau des Fachwissens auf dem Gebiet der ABC-Waffen und die nationale Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens, das 1997 in Kraft getreten ist. Das Übereinkommen verbietet Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Einsatz von chemischen Waffen und verlangt deren Vernichtung. Im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden unterstützt das AC-Laboratorium Spiez auch andere Staaten im Umgang mit diesem Übereinkommen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Bedrohung durch biologische Waffen wird die Fachkompetenz auf diesem Gebiet erhöht.

Projekte
In Albanien wird ein Projekt zur Vernichtung toxischer Chemikalien verfolgt. In Russland werden Arbeiten im Rahmen der Vernichtung von Chemiewaffen und giftigen Abfällen unterstützt. Der Workshop zur Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden ist bereits zu einem Fixpunkt im Veranstaltungskalender des AC-Laboratoriums Spiez geworden. Bereits zum dritten Mal wurde die Tagung "Chemical & Biological Medical Treatment Symposium (CBMTS)" durchgeführt.
Organisation
Das AC-Laboratorium Spiez gehört zur Gruppe Rüstung des Eidgenössischen
Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Es
besteht aus vier Fachsektionen. Diese setzen sich mit den Wirkungen von
atomaren, biologischen und chemischen Waffen und mit dem Schutz vor ABC-Waffen
auseinander.
Daneben unterstützt die Dienststelle Rüstungskontrolle die Schweizer
Delegation an der Genfer Abrüstungskonferenz mit Fachwissen. Sie spielt
zudem bei der Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens eine wichtige
Rolle.
Entstehung
Das AC-Laboratorium Spiez ist aus dem ehemaligen Gaslaboratorium Wimmis hervorgegangen. Das Gaslaboratorium Wimmis entstand in den zwanziger Jahren als Antwort der Schweiz auf den Einsatz von chemischen Kampfstoffen im Ersten Weltkrieg.
Entwicklung
Waren die Aktivitäten bis zum Ende des Kalten Krieges hauptsächlich auf Schutz und Wehr im eigenen Land ausgerichtet, tragen heute vielfältige internationale Tätigkeiten zur Erhöhung der Sicherheit im ABC-Bereich bei. Das AC-Laboratorium Spiez ist auf diesem Gebiet zu einem weltweit anerkannten Kompetenzzentrum und zu einem wirksamen Instrument der schweizerischen Aussen- und Sicherheitspolitik geworden.
| AC-LABORATORIUM SPIEZ AUSTRASSE CH-3700 SPIEZ Telefon Telefax +41 (0)33 228 14 01 +41 (0)33 228 14 02 |
|
Information: |
