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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ
November 2000 – Informationsblätter zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Information, CH-3003 Bern

AC-LABORATORIUM SPIEZ

Das AC-Laboratorium Spiez trägt zur Verminderung der Bedrohung durch atomare, biologische und chemische Waffen (ABC-Waffen) bei.

Kernaufgaben

Schwerpunkte

Die Arbeiten des AC-Laboratoriums Spiez sind auf den Schutz vor ABC-Waffen ausgerichtet. Dazu gehören angewandte Verfahren der Rüstungskontrolle, um die Weiterverbreitung zu verhüten. Schwerpunkte bilden der Erhalt und der weitere Ausbau des Fachwissens auf dem Gebiet der ABC-Waffen und die nationale Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens, das 1997 in Kraft getreten ist. Das Übereinkommen verbietet Entwicklung, Herstellung, Lagerung und Einsatz von chemischen Waffen und verlangt deren Vernichtung. Im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden unterstützt das AC-Laboratorium Spiez auch andere Staaten im Umgang mit diesem Übereinkommen. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Bedrohung durch biologische Waffen wird die Fachkompetenz auf diesem Gebiet erhöht.

Projekte

In Albanien wird ein Projekt zur Vernichtung toxischer Chemikalien verfolgt. In Russland werden Arbeiten im Rahmen der Vernichtung von Chemiewaffen und giftigen Abfällen unterstützt. Der Workshop zur Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden ist bereits zu einem Fixpunkt im Veranstaltungskalender des AC-Laboratoriums Spiez geworden. Bereits zum dritten Mal wurde die Tagung "Chemical & Biological Medical Treatment Symposium (CBMTS)" durchgeführt.

Organisation

Das AC-Laboratorium Spiez gehört zur Gruppe Rüstung des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Es besteht aus vier Fachsektionen. Diese setzen sich mit den Wirkungen von atomaren, biologischen und chemischen Waffen und mit dem Schutz vor ABC-Waffen auseinander.
Daneben unterstützt die Dienststelle Rüstungskontrolle die Schweizer Delegation an der Genfer Abrüstungskonferenz mit Fachwissen. Sie spielt zudem bei der Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens eine wichtige Rolle.

Entstehung

Das AC-Laboratorium Spiez ist aus dem ehemaligen Gaslaboratorium Wimmis hervorgegangen. Das Gaslaboratorium Wimmis entstand in den zwanziger Jahren als Antwort der Schweiz auf den Einsatz von chemischen Kampfstoffen im Ersten Weltkrieg.

Entwicklung

Waren die Aktivitäten bis zum Ende des Kalten Krieges hauptsächlich auf Schutz und Wehr im eigenen Land ausgerichtet, tragen heute vielfältige internationale Tätigkeiten zur Erhöhung der Sicherheit im ABC-Bereich bei. Das AC-Laboratorium Spiez ist auf diesem Gebiet zu einem weltweit anerkannten Kompetenzzentrum und zu einem wirksamen Instrument der schweizerischen Aussen- und Sicherheitspolitik geworden.


AC-LABORATORIUM SPIEZ
AUSTRASSE
CH-3700 SPIEZ
Telefon
Telefax
+41 (0)33 228 14 01
+41 (0)33 228 14 02

Hansruedi Indermühle

Information:
Habsruedi Indermühle