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Zum Einsatz von Chemikalien bei der Geiselbefreiung in Moskau vom 26.10.2002
Derivate des Fentanyls
Die Fentanyle sind als synthetische Opiate in der heutigen Drogenszene verbreitet und werden als Heroinersatz gehandelt. Die Familie der Fentanyle ist groß, unüberschaubar groß, - und wächst wahrscheinlich noch ständig weiter. Die am häufigsten beschlagnahmten Fentanyl- Derivate (Drogenhandel, Schwarzmarkt), sind folgende:
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Alpha-methyl-fentanyl
Wahrscheinlich das erste synthetische Heroin, immerhin schon 200mal so potent wie Morphin. -
Parafluoro-fentanyl
Erschien auf den Straßen, sobald Alpha-methyl-fentanyl verboten worden war; äußerst potentes Narkotikum und in jeder Hinsicht das heroinähnlichste Designer-Opiat. -
Acetyl-alpha-methyl-fentanyl
,Nur" 10mal so potent wie Morphin, dadurch verhältnismäßig ungefährlich; deshalb wohl derzeit das gängigste Designer-Opiat. -
Thio-fentanyl
Etwa 175mal so stark wie Morphin; verschwand aus unbekannten Gründen sehr schnell vom Markt. - Alpha-methyl-thio-fentanyl
450- bis 600mal so stark wie Morphin; das Designer-Opiat mit der längsten Wirkungsdauer (länger als die vom Heroin). - 3-methyl-thio-fentanyl
Etwa 1000mal so stark wie Morphin; bisher das reinste und zuverlässigste Mitglied der Fentanyl-Familie; gehört in der Drogenszene zu den beliebtesten synthetischen Narkotika. - Beta-hydroxy-3-methyl-thio-fentanyl
Etwa 1500mal so stark wie Morphin; auf dem Schwarzmarkt nicht beliebt, da einerseits hochgiftig, andererseits so stark, daß der Rausch "verschlafen" wird. - 3-methyl-fentanyl
Über 3000mal so stark wie Morphin; mit einer Wirkungsdauer wie die des Heroin (5-6 Stunden); auf dem Schwarzmarkt nicht beliebt, da einerseits hochgiftig, andererseits so stark, daß der Rausch "verschlafen" wird. - Carfentanyl
Über 7500mal so stark wie Morphin und das stärkste Narkotikum, das bislang existiert. Extrem beliebt, obwohl kaum noch dosierbar; sehr selten auf der Straße.
Angaben aus:
Arman Sahihi; Designer-Drogen - die neue Gefahr;
ISBN 3-407-30520-6.