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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ
Das LABOR SPIEZ hat im jüngsten Analytik-Ringversuch der OPCW (PT-23) erneut die Höchstnote erreicht.

- Dr. Peter Siegenthaler,
Chef Organische Analytik
Der 23. Analytik-Ringversuch ("Proficiency Test") der Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) war anspruchsvoll: Zusätzlich zu den analytischen Daten der gelieferten Proben mussten erstmals auch Daten von laborinternen System-Blanks präsentiert werden, was zu einem Mehraufwand bei der Probenaufarbeitung und Analytik führte. Die Matrix des organischen Probensets bestand aus n-Dekan, was die Probenvorbereitung und Analytik aufgrund der Vielzahl von möglichen maskierten Verbindungen erschwerte. Die Matrix des zweiten Sets war ein Gemisch aus Methanol/Wasser 80:20. Dies erforderte bei der Probenvorbereitung einiges an Improvisation, da weder die Standardmethoden für organische noch jene für wässerige Proben angewendet werden konnten. Aus diesem Grund waren die ohnehin zeitaufwändigen Screening- und Ausschluss-Analysen noch umfangreicher als üblich.
Die seit 1989 jährlich durchgeführten Ringversuche der OPCW haben das Ziel, ein Netzwerk von Vertrauenslabors aufzubauen, die mit Analysenaufgaben beauftragt werden können. Das LABOR SPIEZ wurde 1998 als eines der ersten Institute zum Vertrauenslabor ernannt. Mit dem erneuten Erreichen der Maximalnote A hat die Abteilung Organische Analytik im LS ihre Fachkompetenz einmal mehr unter Beweis gestellt.