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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ

Ausbildung von OPCW-Inspektoren


Vom 23. bis 28. März 2009 besucht eine internationale, 16-köpfige Delegation der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) das LABOR SPIEZ, um eine Trainings-Inspektion (Mock Inspection) in den Liste 1-Anlagen in Spiez durchzuführen.

Mock Inspection
Mock Inspection 2009
Das LABOR SPIEZ stellt für dieses Training angehender OPCW-Inspektoren während einer Woche nicht nur seine Logistik und Infrastruktur zur Verfügung, sondern bietet auch alle betroffenen Personen auf, welche mit Liste 1-Chemikalien umgehen. Mit jährlich zwei durchgeführten Trainings-Inspektionen leistet das LABOR SPIEZ eine wichtige Unterstützung an die OPCW, damit diese auch zukünftig ihre Aufgabe kompetent erfüllen kann: Aufgrund des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) von 1997 müssen nämlich nicht nur alle bestehenden Chemiewaffen vernichtet werden - zusätzlich sind auch alle Chemikalien, die der Chemiewaffenproduktion dienen könnten („Dual-Use-Chemikalien“), einer Kontrolle unterstellt. Zudem müssen alle Industrieanlagen gemeldet werden, welche andere organische Chemikalien in Mengen über einem bestimmten Schwellenwert produzieren. Die Einhaltung dieser Bestimmungen zu kontrollieren, ist die zentrale Aufgabe der OPCW, und deren Inspektoren müssen entsprechend ausgebildet werden.

Die der Kontrolle unterstellten Chemikalien werden vom CWÜ in drei Listen zusammengefasst: Liste 1, Liste 2 und Liste 3 Chemikalien. Kontrolliert werden auch Mischungen, die Chemikalien dieser Listen enthalten und Produktionen, bei denen kontrollierte Substanzen nur als Zwischen- oder Nebenprodukte auftreten. Die Liste 1 umfasst hochgiftige, organische Substanzen (Kampfstoffe) und deren direkte Vorstufen. Ihre Herstellung ist nur in kleinen Mengen und nur für Forschungszwecke zulässig. Aus diesem Grund ist jeglicher Umgang mit diesen Substanzen bewilligungspflichtig.

Finanziert wird diese Mock-Inspection von der Direktion für Sicherheitspolitik des VBS. Das auszubildende Inspektionsteam der OPCW wird von Vertretern der Bundesbehörden begleitet, die dafür sorgen, dass die Inspektion zügig abläuft und die Interessen vom LABOR SPIEZ gewahrt bleiben.