Unsere internationalen Aktivitäten
Die internationale Zusammenarbeit zur weltweiten Abrüstung, Friedensförderung und Konfliktbewältigung in Krisenregionen hat in den letzten Jahren an Bedeutung stark zugenommen. Das LABOR SPIEZ ist zu einem weltweit anerkannten Kompetenzzentrum und zu einem wirksamen Instrument der schweizerischen Aussen- und Sicherheitspolitik geworden. Für die UNO, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen OPCW, die UN-Umweltschutzorganisation UNEP, die Internationale Atomenergieagentur IAEA und die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich das LABOR SPIEZ zu einem wichtigen Partner entwickelt. Ausserdem leistet es verschiedene Beiträge im NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden PfP.
Experten
des LABOR SPIEZ sind in wichtigen Funktionen international tätig:
- Für die 1991 gebildete UNSCOM als Waffeninspektoren im Irak; dadurch konnten in der ersten Hälfte der 90er Jahre grössere Mengen von irakischen Chemiewaffen vernichtet werden.
- Zwischen 2001 und 2003 für die Nachfolgeorganisation UNMOVIC in der Ausbildung von Waffeninspektoren.
- 1999 und 2000 auf dem Balkan sowie 2002 in Kuwait bei der Analyse der Gefährdung durch verschossene Munition aus abgereichertem Uran.
- 2002 in Afghanistan zur Überprüfung der Trinkwasserqualität.
- Zwischen 1998 und 2001 im Rahmen des PfP-Programms und in Zusammenarbeit mit den albanischen Behörden in einem Projekt zur umweltgerechten Vernichtung von toxischen Chemikalien.
Daneben beteiligt sich das LABOR SPIEZ laufend an verschiedenen Programmen zur internationalen Rüstungskontrolle. Es ist ein anerkanntes Vertrauenslabor der OPCW und spielt eine wichtige Rolle in den weltweiten Bemühungen zur Durchsetzung des Verbots chemischer Waffen. Im Sinne der traditionellen Guten Dienste der Schweiz und der Strategie Sicherheit durch Kooperation leistet das LABOR SPIEZ damit einen wesentlichen Beitrag zur globalen Friedensförderung und Konfliktbewältigung.