Die Ausbildungsmodule im LABOR SPIEZ
Was man lernen muss, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut. (What we have to learn to do, we learn by doing.) Aristoteles (384322)
Überbetriebliche Kurse (üK)
Zuständig: KuKoLa Bern
Die obligatorischen überbetrieblichen Kurse finden zentral in Bern statt. Die Kurskommission der Laboranten (KuKoLa Bern) ist Zuständig für die Organisation und Durchführung der Kurse. Zeitlich sind die Kurse wie folgt gegliedert:
- Kurs 1 (üK1 und üK2): Zu Beginn der Lehre
- Kurs 2 (üK3 und üK4): Im zweiten Lehrjahr
- Kurs 3 (üK5): Gegen Ende der Lehre
Im Kurs 1 werden die Lernenden erstmals mit einem Labor vertraut gemacht. Die Sicherheit und das Verhalten im Labor stehen dabei im Vordergrund. Während dieser Zeit werden die Grundlagen der Labortechniken wie Wägen, Dosieren, Titrieren uvm. vermittelt. Das Entwickeln der Selbst und Sozialkompetenz im neuen Umfeld stellt ein wichtiger Faktor dar. Der Praxistransfer der Versuchsplanung, Versuchsdurchführung und Dokumentation wird im Kurs 2 anhand von komplexeren Arbeiten vermittelt. Gegen Ende Lehre findet der Kurs 3 statt. Hier steht das projektorientierte Arbeiten im Vordergrund.
Lehrlaborblock 1 (LL1)
Praxisbildner Thomas Sarbach
Dauer: 1 Monat
Im Lehrlaborblock 1 werden die im überbetrieblichen Kurs erlernten Labortechniken umgesetzt und vertieft. Während dieser Zeit werden verschiedene nasschemische Analysenmethoden und die üblichen Trennungsmethoden geübt. Die Grundlagen der Qualitätssicherung sowie der Büroautomation stellen einen wichtigen Bestandteil dar und werden "onthejob" vermittelt.
Lehrlaborblock 2 (LL2)
Praxisbildner Thomas Sarbach
Dauer: 2 Monate
Während zwei Monaten werden die Grundlagen der präparativen Arbeitstechniken erarbeitet. Zudem werden klassische analytische Methoden wie UVVis Spektrometrie, Dünnschicht und Säulenchromatographie u.a. erlernt. Das Umsetzen und Festigen der bereits erlernten praktischen Labortechniken stellt ein wichtiger Bestandteil des LL2 dar.
Lehrlaborblock 3 (LL3)
Praxisbildner Thomas Sarbach
Dauer: 2 Monate
Zwei Monate vor dem praktischen Qualifikationsverfahren (QV) findet der LL3Block statt. Das erarbeitete, praktische und theoretische Wissen wird dabei in seiner Gesamtheit angewendet. Das exakte Planen sowie die konsequente Umsetzung der Labortechniken wird anhand komplexer Aufgabenstellungen trainiert.
Biologie (BIO)
Praxisbildner: Fritz Wüthrich, Sandra Paniga, Johanna Signer und Werner Arnold
Dauer 4 Monate
Anhand von mikrobiologischen Techniken, werden Bakterien in Lebensmitteln (u.a. Trinkwasser) routinemässig nachgewiesen. Anhand einer Enzymreinigung werden die wichtigsten biochemischen Arbeitstechniken vermittelt, insbesondere das Arbeiten mit kleinen Volumina und sauberen Lösungen. Dazu werden die nachfolgenden Methoden erarbeitet und angewandt:
- Elektrophorese
- pHStatArbeiten
- Spektralphotometrie (enzymkatalysierte Reaktionen verfolgen)
Werkstoffprüfung (Poly)
Praxisbildner: Christian Krebs
Dauer: 4 Monate
Die Gruppe "Werkstoffprüfung" befasst sich mit Polymerwerkstoffen welche in verschiedensten Bereichen der Technik zur Anwendung kommen. Speziell zu erwähnen ist die Flugzeugindustrie, welche aus Sicherheits und Extrembelastungstechnischen Gründen, höchste Anforderung an die Qualität der eingesetzten Stoffe abverlangt. Zur Prüfung verschiendester Polymerwerkstoffe steht ein Instrumentenpark zur Verfügung, welche keine Wünsche offen lassen. Speziell erwähnt seien hier:
- Thermoanalytische Methoden(DSC, TG; TMA)
- Infrarotspektrometrie
- Diverse Mechanische Prüfungen
Die Lernenden werden mit in die standardisierten Routineprüfverfahren mit einbezogen. Auch hier gilt absolute Zuverlässigkeit und verantwortungsbewusstes Arbeiten der Lernenden.
Synthese 1 (OC1)
Praxisbildner: Benjamin Menzi
Dauer: 3 Monate
Anhand von abgestimmten Übungsaufgaben werden die Lernenden in die präparativen Arbeitstechniken eingeführt. Typische Aufgaben sind das Erlernen von:
- Trennungsmethoden
- Reinigungsmethoden
- Synthesen
Auf die anzuwendenden theoretischen Kenntnisse und das Erkennen der Zusammenhänge wird grosser Wert gelegt.
Gaschromatografie (GC)
Praxisbildner Thomas Clare
Dauer: 3 Monate
Im Ausbildungsblock "Gaschromatografie" beschäftigt man sich während vier Monaten mit der Gaschromatografie, eine analytische Methode mit der man speditiv qualitative und quantitative Messungen von organischen Stoffgemischen durchführen kann. Mit der Gaschromatografie lassen sich die unterschiedlichsten Stoffgemische trennen und bestimmen. Die Lernenden lernen die verschiedenen Detektionsmethoden kennen und anwenden. Die Lernenden lernen hier die der analytischen Fragestellung entsprechenden (und methodisch richtigen) Vorzüge der eingesetzten Systeme kennen und beurteilen.
Umweltanalytik 1 (UA1)
Praxisbildner Alfred Jakob
Dauer: 3 Monate
Im Grundausbildungsblock Umweltanalytik 1 werden die Lernenden 'on the job' an Kundenaufträgen während acht Monaten in folgende Analysentechniken eingeführt:
- Bestimmung chemisch-physikalischer Kenndaten (pH-Wert, Leitfähigkeit)
- Massanalytik
- Probenvorbereitung
- Mikrowellenaufschlusstechnik
- Gewichtsanalytik (Asche, Trockensubstanz)
- Spektrometrie (Fotometrie, Trübungsmessung)
Die Ausbildung erfolgt an modernsten Geräten. Hierbei wird grosses Gewicht auf die Instrumentenkenntnisse gelegt.
Synthese 2 (OC2)
Praxisbildner Roland Kurzo
Dauer: 8 Monate
Im Fachausbildungsblock "Synthese 2" werden die Lernenden in der präparativen Chemie augebildet. Sie lernen dabei Stoffe nach Vorschriften zu synthetisieren und die dabei anfallenden Produkte mit modernsten Instrumenten (z.B. GCMS) zu analysieren. Die Arbeiten umfassen folgende Schwerpunkte:
- Trennungsmethoden (Destillation, Sublimation, Umkristallisation)
- Kennenlernen und Anwenden verschiedener Reaktionstypen
Umweltanalytik (UA)
Praxisbildner Alfred Jakob
Dauer: 8 Monate
Im Fachausbildungsblock Umweltanalytik werden die Lernenden 'on the job' an Kundenaufträgen während acht Monaten in folgende Analysentechniken eingeführt:
- Bestimmung chemisch-physikalischer Kenndaten (pH-Wert, Leitfähigkeit)
- Massanalytik
- Probenvorbereitung
- Mikrowellenaufschlusstechnik
- Gewichtsanalytik (Asche, Trockensubstanz)
- Ionenchromatografie
- Spektrometrie (Fotometrie, ICP-OES, ICP-MS, ED-XRF)
Die Ausbildung erfolgt an modernsten Geräten. Hierbei wird grosses Gewicht auf die Instrumentenkenntnisse gelegt.
Radiochemie (RC)
Praxisbildner Hans Sahli
Dauer: 4 Monate
Während vier Monaten haben die Lernenden die Möglichkeit sich im Fachgebiet "Radiochemie" ausbilden zu lassen. Die Gruppe Radioaktivität im LABOR SPIEZ befasst sich mit der Messung und dem Schutze vor ionisierender Strahlung.
Radiochemische Trennungsgänge, Radioaktivitätsmessungen und bei einem Feldexperiment mit dabei sein, gehören zusätzlich zu den interessanten Arbeiten der Radiochemie, welche die Lernenden miterleben dürfen. In dieser Gruppe geniesst man eine Einführung in die Arbeitstechniken der Radiochemie und lernt die Anordnungen für das Arbeiten mit radioaktiven Quellen kennen. Ebenfalls geniessen die Lernenden eine Einführung in den radioaktiven Zerfall (Radioaktivität eines Stoffes) und die Dosimetrie (Auswirkung auf den Menschen).