Computerphysik
Die Gruppe Computerphysik befasst sich mit Nuklearfragen und Kernwaffenfragen. In dieses Aufgabengebiet fällt die Betreuung und teilweise Weiterentwicklung von Simulationsprogrammen, die mit nuklearen Effekten oder auch mit der Ausbreitung von Schadstoffen zu tun haben. Beispiele sind die Ausbreitung einer aerosol- und gasförmigen Schadstoffwolke in der Atmosphäre, Falloutberechnungen oder wie untenstehendes Bild illustriert, die Ausbreitung eines Luftstosses in einem Tunnelsystem.

- Die obenstehende Figur zeigt die Druckverteilung im Inneren eines Rohres, kurz nach einer Detonation am Eingang.
In Zusammenarbeit mit den beiden Gruppen "Radioaktivität" und "Nuklearfragen" entstehen Hintergrundinformationen und Studien zu Risiken und Gefahren des Umganges mit spaltbaren und radioaktiven Materialien. Zudem wird die Problematik der Weiterverbreitung von Nuklearwaffen (Proliferation) und wie versucht wird dies zu verhindern (Non-Proliferation) aufgezeigt.
Beispiele sind hier die Hintergrundinformationen "Die Atomtests Indiens und Pakistans" , "Depleted Uranium", "Plutonium - wohin damit?", "Ist Iran auf dem Weg zur Atombombe?". Erwähnenswert ist sicher auch die STOA Studie (PDF, 463 KB) über abgereichertes Uran, welche im Auftrag des Europaparlamentes vom Labor durchgeführt wurde.
Aktuell sind die Ergebnisse aus der Risikoanalyse "Nuklearterrorismus, eine Bedrohung für die Schweiz?" sowie das Erstellen von Szenarien beispielsweise im Rahmen der Risikoanalyse Schweiz XXI (PDF, 5.4 MB).
Neu ist die Expertentätigkeit im Rahmen des Atomwaffen-Teststopp Vertrages (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty CTBT) in Wien. Dieser Vertrag ist leider noch nicht in Kraft, aber er wurde von 178 Staaten unterschrieben und 135 haben ihn ratifiziert (Stand Aug. 2006). Die CTBTO ist dabei, ein weltweites Netz von Messstationen aufzubauen, mit denen ein allfälliger versteckter Test entdeckt werden soll, sowie Ausrüstung, Prozeduren und Inspektoren vorzubereiten, damit dann mit einer Inspektion (On Site Inspection) geklärt werden kann, ob das auslösende Ereignis tatsächlich eine nukleare Testexplosion war. Das Labor Spiez liefert Input und vertritt die Schweizer Mission in der "CTBTO Working Group B" in Wien bei der Behandlung von fachtechnischen Fragen im Zusammenhang mit "On Site Inspection". Das Labor profitiert vom Erfahrungsaustausch mit den Experten der CTBTO und denjenigen aus anderen Teilnehmerstaaten.
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Leitung: Dr. Christoph Wirz, |
