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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ

Feldradioaktivitätsmessungen / In-situ Gammaspektrometrie

Feldradioaktivitätsmessung / In-situ Gammaspektrometrie
Feldradioaktivitätsmessung / In-situ Gammaspektrometrie

Bei der in-situ Gammaspektrometrie handelt es sich um eine Messtechnik zur Bestimmung einer Verstrahlung direkt im Feld. Sie ist ein Mittel der "ersten und zweiten Stunde", da sie zuverlässige Resultate bezüglich der Radionuklidzusammensetzung liefert. In einer ersten Phase unmittelbar nach einem Ereignis stehen somit rasch wesentliche Ergebnisse für die weitere Entschlussfassung der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) bzw. der Behörden zur Verfügung.

In der zweiten Phase können Detailmessungen in interessierenden Gebieten durchgeführt werden, deren Resultate wiederum in Gefährdungsbeurteilungen und Massnahmen umgesetzt werden können.

Das LABOR SPIEZ verfügt über drei komplette derartige Ausrüstungen; sie werden in der Regel durch zwei Teams von je zwei Messtechnikern, basierend auf Kleinwagen (Pw, Pinzgauer) betrieben. Die Einsatzführung vor Ort erfolgt durch das Mutterlabor oder eines der mobilen Laboratorien nach den Vorgaben der Nationalen Alarmzentrale. Dabei werden die Messresultate direkt über priorisierte NATEL-Anschlüsse in eines der beiden MobLab, meist aber direkt in das Mutterlabor LABOR SPIEZ übermittelt und schliesslich in die Labordatenbank der Nationalen Alarmzentrale integriert.

Übungshalber führt das LABOR SPIEZ jährlich mehrere derartige Messungen in der Schweiz durch. Seine Gruppe Radioaktivität ist somit gerüstet, kann aber im Ereignisfall durch die Angehörigen des Armeelabors A Lab ACSD 86 verstärkt werden, welche an diesem Messmittel vollumfänglich ausgebildet sind.