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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ

Nationales Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten (NRZK)

Über das Referenzzentrum

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) betreibt im Rahmen der Überwachung Public Health relevanter Erkrankungen ein Nationales Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten (NRZK). Dieses hat den Auftrag, in der Schweiz eine Bestätigungs- bzw. Referenzdiagnostik für durch Zecken übertragene Erreger in Humanproben anzubieten.

Das Referenzzentrum wurde 2009 im Auftrag des BAG gegründet und bis Ende 2013 von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Neuchâtel betrieben. Per Anfang 2014 wurde das Mandat an das LABOR SPIEZ übertragen.

Aufgaben und Zielsetzungen

Durch Zecken übertragene Krankheiten stellen in der Schweiz ein wichtiges Gesundheitsproblem dar. Die Bevölkerung ist zunehmend von Lyme-Borreliose bzw. Zeckenenzephalitis (Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME) betroffen. Pro Jahr treten schätzungsweise 6000 bis 12‘000 Borreliosefälle und etwa 100 bis 250 FSME-Erkrankungen auf.

Das NRZK unterstützt das BAG in Bezug auf die Überwachung der von Zecken übertragenen Krankheiten (im Speziellen Lyme-Borreliose, FSME und Q-Fieber). Es führt zudem Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, um Massnahmen zur Prävention dieser Erkrankungen zu entwickeln.

Das BAG und das NRZK verfolgen im Bereich der Public Health Mikrobiologie folgende Ziele:

Organisation

Das NRZK erfüllt im Auftrag des BAG Aufgaben im Bereich der Diagnostik, Forschung und Weiterbildung im Hinblick auf die drei wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Während die administrativen Arbeiten vom LABOR SPIEZ übernommen werden, sind die Kompetenzen bezüglich Diagnostik der verschiedenen Erreger bei drei Vertragspartnern angesiedelt: ADMED (Lyme Borreliose), dem Institut für Mikrobiologie des Centre Hospitalier Universitaire Vaudois CHUV (Q-Fieber) und dem LABOR SPIEZ (FSME). Eine wissenschaftliche Begleitgruppe bewertet die Tätigkeiten des NRZK und gibt Empfehlungen für dessen Aktivitäten ab.

Das NRZK ist mit den entsprechenden Referenzzentren von Frankreich und Deutschland vernetzt.

Organigramm NRZK

Das NRZK steht für Auskünfte zur Verfügung, die seinen spezifischen Auftrag als Nationales Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten betreffen. Dies betrifft Fragen zu gängigen Diagnostikverfahren, neuartigen Tests sowie zur Biologie der verschiedenen Erreger.

Falls Sie Fragen zur ärztlichen Behandlung haben oder eine ärztliche Fehlbehandlung zu beanstanden haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin, einen Facharzt bzw. eine Fachärztin bzw. an die Stelle für Patientensicherheit.

Sofern Haus- und Nutztiere von Zeckenbissen bzw. zeckenassoziierten Krankheiten betroffen sind, ist das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zuständig. Für Fragen zur Biologie, Verbreitung oder Infektion von Zecken wenden Sie sich bitte an die zuständige kantonale Stelle.

Für Fragen, welche die Epidemiologie der Zeckenkrankheiten beim Menschen betreffen, wenden Sie sich ans Bundesamt für Gesundheit BAG: http://www.bag.admin.ch/kontakt/index.html.