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Viren als biologische Kampfstoffe

Die Voraussetzungen, dass Viren als biologische Kampfstoffe eingesetzt werden können sind:

Viren, die diese Bedingungen erfüllen, gehören der Risikogruppen 3 oder 4 an.

Die heute bekannten B-relevanten Viren sind (ausser den Pockenviren) RNA-Viren und besitzen eine Virushülle. (Die Pockenviren sind behüllte DNA-Viren).

Sie werden durch Insekten oder Nagetiere via Biss, Exkremente oder Aerosole übertragen. Sie sind (nicht alle) leicht zu züchten und verursachen Krankheiten, welche sich u.a. durch hohes Fieber, Blutungen (Gefässwand-Defekte) und Gehirnentzündungen manifestieren. Die Letalität ist im Allgemeinen sehr hoch.

Beispiel Hämorrhagische Fieberviren:

Die Krankheiten, welche durch diese Viren ausgelöst werden (z.B. Ebola, Lassa) sind gekennzeichnet durch: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Augenentzündungen, Halsschmerzen, sowie Schleimhautblutungen (wie z.B. Blutungen im Magen-Darmtrakt- und Genitaltrakt). Dieses Krankheitsbild führt in vielen Fällen zum Tod.

Beispiel Pocken:

Pocken werden durch das Pockenvirus (Variola major) verursacht. Vor seiner Ausrottung im Jahre 1977 (durch weltweite, WHO-koordinierte Anstrengungen) gehörten die Pocken zu den schlimmsten Epidemien, die 30-40% einer Population töten konnte. Heutzutage ist die Generation der unter 25-Jährigen nicht mehr gegen Pocken geimpft.

Beispiel Pferde-Enzephalitis:

VEE - Venezuelan Equine Encephalitis wird durch das VEE-Virus verursacht. Die Krankheit verläuft nicht tödlich, macht aber den Gegner komplett kampfunfähig. Die Betroffenen werden für mehrere Tage von extremen Fieberschüben, schweren Kopfschmerzen und Schüttelfrösten heimgesucht, gefolgt von einer ca. zweiwöchigen starken Müdigkeit und einem allgemeinen Unwohlsein.
Es gibt momentan gegen VEE keine Therapie.