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Einschätzen neuer Techniken zur Herstel­lung von Verbindungen im Zusammenhang mit chemischen Kampfstoffen

Wir testen neue Techniken der chemischen Synthese und schätzen sie im Bezug auf die Herstellung von hochtoxischen Verbindungen ein.

Das Feld der organischen Chemie entwickelt sich mit immer neu auftauchenden Techniken laufend weiter. Ursprünglich für den akademischen Bereich konzipierte Methoden finden immer mehr Zugang in der chemischen Industrie. So können zum Beispiel neue, käufliche Fluorierungsmittel für die Herstellung von G-Stoffen wie Sarin und Soman interessant werden. Den Entwicklungen von Mikrowellenreaktoren oder auch Durchflussreaktoren für die kontinuierliche Prozessführung (Mikroreaktoren) wird ein grosser Einfluss auf die chemischen Prozesse, sowohl im Labor als auch in der Industrie, nachgesagt.

Die Verwendung der neuen Technologien zur Herstellung von chemischen Kampfstoffen ist für die nationalen und internationalen Exportkontroll-Gruppen wie SECO und Australien Gruppe (AG) sowie die Organisation zum Verbot von chemischen Waffen (OPCW) von hohem Interesse. Die Herausforderung besteht darin, den Einfluss dieser neuen Techniken auf die Herstellung von chemischen Kampfstoffen zu bewerten. Es stellt sich die Frage, ob sie eine Gefahr für die Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommens (CWÜ) und des Exportkontroll-Regimes darstellen.