LABOR SPIEZ

Inaktivierte Proben werden für den Test vorbereitet
Inaktivierte Proben werden für den Test vorbereitet

Beiträge zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie

Maskentests im Labor Spiez
Analyse von Verdachtsproben
Forschung zu COVID-19
Einsatzbereitschaft des Labor Spiez

Mitarbeit in der Swiss National COVID-19 Science Task Force

Ende März hat der Bundesrat die Swiss National COVID-19 Science Task Force als wissenschaftliches Beratungsgremium eingesetzt, das Politik und Behörden bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise unterstützen soll. Das Labor Spiez ist in zwei Expertengruppen der Task Force involviert: In der Gruppe Diagnostics and Testing zur Verbesserung der Laborkoordination und in der Gruppe Infection, Prevention and Control zur Bewältigung der Schutzmaskenproblematik. Im Verbund mit wissenschaftlichen Partnern kann das Labor Spiez seine Expertise damit künftig noch besser einbringen.

Um die Laborkapazitäten für Tests auf das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) in der Schweiz aufrechterhalten und gegebenenfalls erhöhen zu können, ist eine Koordination bei der Versorgung mit den für die Tests benötigten Reagenzien erforderlich. Die mittel- und langfristige Versorgung mit den entsprechenden Chemikalien am Weltmarkt ist derzeit nicht gesichert.

Zuteilung von COVID-19 Reagenzien durch Labor Spiez

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat dem Labor Spiez in seinem Beschluss über die Änderung der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) vom 03.04.2020 einen wichtigen neuen Auftrag erteilt. Das Labor Spiez übernimmt die Zuteilung von In-vitro-Diagnostika («Covid-19-Tests») an Spitäler und private Labors. Die Zuteilung erfolgt nach klar definierten Kriterien, in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie den Branchenverbänden.

Alle Fragestellungen mit dem Ziel der Erhöhung der Kapazität für virologische und serologische Tests werden in der Expertengruppe Diagnostics and testing der Swiss National COVID-19 Science Task Force bearbeitet.

April 2020

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Maskentests

In der Schweiz und weltweit besteht zurzeit ein grosser Bedarf an Expertise zur Verwendung von Masken. Auch an das Labor Spiez werden von verschiedenen Seiten Anfragen betreffend Masken gerichtet.

Der Einsatz von Hygienemasken (Chirurgischen Masken) ist durch Swissmedic geregelt, das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO regelt den Einsatz von Atemschutzmasken (FFP-Masken).

Das Bundesamt für Gesundheit BAG publiziert Empfehlungen zur Verwendung von Masken. Swissmedic warnt vor nicht konformen Hygienemasken im Kontext der Corona-Pandemie.

Maskenprüfungen durch das Labor Spiez

Das Labor Spiez prüft in erster Linie Atemschutzmasken und Filtersysteme, insbesondere im Rahmen von Forschungs- oder Entwicklungsprojekten. Es ist nicht zuständig für Bestellungen oder für die Zertifizierung von Hygiene- und FFP-Masken. Für private Kunden kann es keine Beratungsdienstleistungen und Prüfungen im Zusammenhang mit Hygiene- und FFP-Masken durchführen.

Für Behördenpartner und private Kunden führt das Labor Spiez Werkstoffprüfungen im Bereich Kunststoffe und Gummi aus. Weiter prüft es Ausrüstungen im Bereich ABC-Schutz sowie Aerosolabscheideleistung für HEPA-Filtermaterialien.

Juni 2020

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Analyse von Verdachtsproben

Das Labor Spiez hat früh die erforderlichen diagnostischen Nachweissysteme für das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) etabliert. Bei Bedarf ist es in der Lage, eine grössere Zahl an Verdachtsproben zu testen. Zu diesem Zweck kann es von Spezialisten des ABC Abwehr Labor 1 der Armee unterstützt werden.

Unterlagen Untersuchungsantrag

Weitere Auskünfte erteilt das Bundesamt für Gesundheit:

Hotline für die Bevölkerung: 058 463 00 00 (täglich 6-23 Uhr)

Mai 2020

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Forschung zu COVID-19

Neben der Diagnostik wird auch die Forschung intensiviert: In einer Verlaufsstudie mit COVID-erkrankten Angehörigen der Armee in einer Kaserne in Airolo untersucht das Labor Spiez Aspekte des Krankheitsverlaufs: Symptome, Virusbelastung der Schleimhäute sowie Antikörper im Blut. Man will damit besser verstehen, wie die Erkrankung bei jungen Personen verläuft, die nicht zu den Risikogruppen gehören. Ziel ist die Erkenntnis, ab wann erkrankte Patienten nicht mehr ansteckend sind und somit eine Aufhebung der Isolation möglich ist. Weiter laufen Arbeiten zur Beteiligung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zur Evaluierung von antiviralen Substanzen.

April 2020

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Einsatzbereitschaft des Labor Spiez

Zur Sicherstellung der eigenen Einsatzbereitschaft sind im Labor Spiez von Beginn weg strenge Schutzmassnahmen gegen die Übertragung des neuartigen Coronavirus beschlossen und umgesetzt worden. Die interne Organisation und die für den Einsatz erforderlichen Prozesse sind im Sinne des Business Continuity Managements angepasst worden.

Der Zutritt von externen Personen ist auf die zwingend notwenigen Fälle beschränkt. Sitzungen, Workshops, Ausbildungs- und Besuchsveranstaltungen mit externen Personen können bis auf Weiteres nicht mehr durchgeführt werden.

März 2020

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Unsere Vision:
Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen

Das Labor Spiez zählt heute in wesentlichen Bereichen des ABC-Schutzes zu den weltweit führenden Institutionen. Wir setzen alles daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt.