LABOR SPIEZ

Inaktivierte Proben werden für den Test vorbereitet
Inaktivierte Proben werden für den Test vorbereitet

Das Labor Spiez in der Corona-Lage

Analyse der Verdachtsproben
Einsatzbereitschaft des Labor Spiez
Zuteilung von COVID-19 Reagenzien durch Labor Spiez

Prüfung von Behelfsmassnahmen bei Maskenknappheit

Um den Engpässen bei Schutzmasken entgegenzuwirken, prüft das Labor Spiez, ob Masken trotz abgelaufenem Verfallsdatum eingesetzt werden können. So konnte das Labor Spiez Mitte März einen aus der Privatwirtschaft stammenden Bestand von 10 Millionen abgelaufenen Hygienemasken zur Verteilung durch die Armeeapotheke freigeben.

Die offiziellen Empfehlungen zur Verwendung von Schutzmasken (Hygienemasken, FFP2 / FFP3) erlässt das Bundesamt für Gesundheit Aktuell besteht in diesem Zusammenhang jedoch erhebliche Unsicherheit. Von verschiedenen Seiten werden Anfragen betreffend Verfügbarkeit, aber auch betreffend Wiederverwendung und Selbstanfertigung von Masken an das Labor Spiez gerichtet.

Die einfachste und zuverlässigste Methode ist der optimierte Gebrauch der Masken. Diese können länger als nach Standardnorm vorgesehen (2 bis 4 Stunden) getragen werden und müssen damit weniger oft gewechselt werden. Gemäss Richtlinien BAG können sie bis zu 8 Stunden getragen werden, auch wenn sie feucht sind.

Die meisten FFP2 / FFP3 und Hygienemasken sind als Einwegprodukte entwickelt, die Wiederverwendung ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Dennoch werden zurzeit von vielen Stellen entsprechende Fragen an die Behörden gerichtet. Mit Blick auf eine allfällige Wiederverwendung sind insbesondere folgende Punkte ungeklärt:

  • Können die nach dem Gebrauch in der Maske befindlichen Erreger beseitigt werden (biologische Wirksamkeit)?
  • Bleibt die Wirksamkeit der Maske nach thermischer, mechanischer und/oder chemischer Behandlung erhalten?

Das Labor Spiez beschäftigt sich zusammen mit nationalen und internationalen Partnern zurzeit intensiv mit diesen Fragen. Festzuhalten ist jedoch, dass es sich bei allen zur Diskussion stehenden Lösungen um reine Behelfsmassnahmen handelt, welche nur im Notfall angewendet werden dürfen. Die Massnahmen sind immer schlechter als das Benutzen von Masken in der vorgesehenen Verwendung.

Keine Bestellungen, Prüfung und Zulassung für Private

Das Labor Spiez ist nicht zuständig für Bestellungen von allen Typen von Schutzmasken. Diesbezüglich Anfragen können an die Armeeapotheke der Schweizer Armee gerichtet werden: aapot-verkauf.astab@vtg.admin.ch

Das Labor Spiez ist zudem zurzeit nicht in der Lage, für private Anbieter Anfragen zur Prüfung und Zulassung von Schutzmasken zu bearbeiten.

März 2020

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Analyse von Verdachtsproben

Nachdem das Labor Spiez schon früh die erforderlichen diagnostischen Nachweissysteme für das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) etabliert hat, ist es aktuell in der Lage, eine grössere Zahl an Verdachtsproben bei Bedarf zu testen. Zurzeit analysiert das Labor an 7 Tagen pro Woche eintreffende Verdachtsproben; ein grösserer Teil der Proben stammt von Angehörigen der Armee, der Rest stammt von zivilen Stellen und wird zur Entlastung der übrigen Testlabors bearbeitet. Das Labor Spiez wird bei diesen Arbeiten von Spezialisten des ABC Abwehr Labor 1 der Armee unterstützt.

Unterlagen Untersuchungsantrag

Weitere Auskünfte erteilt das Bundesamt für Gesundheit:

Hotline für die Bevölkerung: 058 463 00 00

März 2020

Einsatzbereitschaft des Labor Spiez

Zur Sicherstellung der eigenen Einsatzbereitschaft sind im Labor Spiez von Beginn weg strenge Schutzmassnahmen gegen die übertragung von Corona beschlossen und umgesetzt worden. Die interne Organisation und die für den Einsatz erforderlichen Prozesse sind im Sinne des Business Continuity Managements angepasst worden.

Der Zutritt von externen Personen ist auf die zwingend notwenigen Fälle beschränkt. Sitzungen, Workshops, Ausbildungs- und Besuchsveranstaltungen mit externen Personen können bis auf Weiteres nicht mehr durchgeführt werden. Auch der Zugang von Armeeangehörigen, die das Labor Spiez aktuell in der Bearbeitung von Corona-Verdachtsproben unterstützen, ist unter diesem Aspekt streng geregelt.

27.03.2020

Zuteilung von COVID-19 Reagenzien durch Labor Spiez

Um die Laborkapazitäten für Tests auf das neue Corona-Virus (SARS-CoV-2) in der Schweiz aufrecht zu erhalten und gegebenenfalls erhöhen zu können, ist eine Koordination bei der Versorgung mit den für die Tests erforderlichen Reagenzien erforderlich. Die mittel- und langfristige Versorgung mit den für die Tests benötigten Chemikalien am Weltmarkt ist derzeit nicht gesichert.

Vor diesem Hintergrund hat der Bundesrat dem Labor Spiez in seinem Beschluss über die Änderung der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) vom 03.04.2020 einen wichtigen neuen Auftrag erteilt. Das Labor Spiez übernimmt die Zuteilung von «In-vitro-Diagnostika ("Covid-19-Tests") an Spitäler und private Labors. Das Labor Spiez nimmt nach klar definierten Kriterien die Zuteilung für alle in der Schweiz vorhandenen Tests vor. Die Zuteilung erfolgt in enger Abstimmung und im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG).

27.03.2020

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Unsere Vision:
Eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen

Das Labor Spiez zählt heute in wesentlichen Bereichen des ABC-Schutzes zu den weltweit führenden Institutionen. Wir setzen alles daran, dass dies auch in Zukunft so bleibt.