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Bundesamt für Bevölkerungsschutz, LABOR SPIEZ

Aktuell




Spiez CONVERGENCE

Report on the second workshop 5 – 8 September 2016


November 2016


OPCW Generaldirektor Ahmet Üzümcü eröffnet den Spiez CONVERGENCE Workshop am 6. September 2016


Ahmet Üzümcü, OPCW Director Der Generaldirektor der Organisation für das Verbot von Chemischen Waffen betonte in seiner Ansprache, dass die zukünftigen Aktivitäten der OPCW sich auf ein erneutes Auftreten von Chemiewaffen konzentrieren werden, mit speziellem Fokus auf die Ambitionen terroristischer Gruppen, selber Chemiewaffen zu produzieren und auch einzusetzen. Diese Bedrohungen würden erhöhte Wachsamkeit erfordern. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Bemühungen zur Verhinderung der Proliferation von Chemiewaffen mit den technologischen und wissenschaftlichen Entwicklungen Schritt halten.

September 2016


UNSGM Designated Laboratories Workshop Report

Spiez, Switzerland 22 – 24 June 2016

August 2016


Umweltmission Elfenbeinküste

Mission ElfenbeinküsteAnfang Juli war ein Team des Labor Spiez im Auftrag des United Nations Environment Programme (UNEP) in der Elfenbeinküste im Einsatz. Im Rahmen einer Sanierungsüberwachung wurden Luft, Trinkwasser, Böden, Früchte, Sedimente und Meerwasser sowie Muscheln in der ganzen Stadt Abidjan samt Lagune beprobt. An 19 Stellen wurden insgesamt ca. 80 Feststoff-, 60 Wasser- und 16 Luftproben genommen, die nun bis Mitte September analysiert werden. Ziel ist es, die Folgen des Giftmüllskandals von 2006 abzuklären: Damals transportierte das Schiff Probo Koala 500 Tonnen Giftmüll in die Elfenbeinküste, um es dort zu entsorgen. Zehn Einwohner sind an den Folgen gestorben, Zehntausende mussten wegen Atemproblemen behandelt werden.

Juli 2016


Erfahrungsaustausch im Bereich ABC-Ereignisbewältigung: Besuch einer Delegation des AMMS (China) im Labor Spiez

Vom 04. bis zum 08.04.2016 besuchte eine Delegation aus der Academy of Military Medical Sciences (AMMS) in Beijing, China, das Labor Spiez. Im Zentrum des Besuches stand der Erfahrungsaustausch in Sachen „Organisation der Ereignisbewältigung bei ABC-Ereignissen in der Schweiz“. In Begleitung des Chefs Einsatz Labor Spiez besuchte die Delegation auch weitere nationale Partner im Bereich ABC-Schutz.

April 2016


Internationale Konferenzen in Spiez:

Januar 2016


UNSGM Designated Laboratories Workshop Report

Spiez, Switzerland 9 – 11 November 2015

Dezember 2015


Biologische Spitzenlabors für die Vereinten Nationen

Die UNO hat die Mitgliedstaaten aufgefordert, Analyselabors zu bestimmen, welche die Überprüfung mutmasslicher Einsätze chemischer und biologischer Waffen unterstützen können. Im Gegensatz zu den strengen Qualitätsstandards auf dem Gebiet der chemischen Waffen fehlen entsprechende Kontrollen im biologischen Bereich. Bei einer UNO-Mission zur Abklärung eines möglichen Einsatzes biologischer Waffen ist daher die Akzeptanz der Analyseergebnisse der beauftragten Labors nicht sichergestellt. Damit die Labors im Bereich der biologischen Waffen uneingeschränkt anerkannt werden, müssen sie dieselben hohen Anforderungen erfüllen wie im Bereich der chemischen Waffen. Im Hinblick auf diese Herausforderungen startet das Labor Spiez vom 9. bis 11. November 2015 eine internationale Konferenzreihe, welche sich mit den Auflagen an die Qualitätssicherung und Berichterstattung der Labors beschäftigt, mit dem Ziel, dass in Zukunft potenzielle Erkundungsmissionen der UNO auch im biologischen Bereich von Politik und Wissenschaft uneingeschränkt anerkannt werden.

November 2015


ALMERA: Ausbildung "in situ Gammaspektrometrie" 02.-06.11.2015

Logo AlmeraDas LABOR SPIEZ ist Mitglied des ALMERA (Analytical Laboratories for the Measurement of Environmental Radioactivity) Netzwerkes, welches seit 1995 von der IAEA (Internationale Atomenergie Agentur) betrieben wird. Die in ALMERA nominierten Labors haben sich dazu verpflichtet mit Ringversuchen, Proficiency Tests, Ausbildungen, zur Verfügung stellen von Referenzmaterialien und Erarbeitung von standardisierten Methoden die Einsatzbereitschaft und die Qualitätssicherung hoch zu halten.

Das LABOR SPIEZ geniesst in ALMERA einen guten Ruf und wurde daher angefragt ein Basic Training im Bereich in situ Gammaspektrometrie anzubieten. Im November findet nun die Ausbildung als gemeinschaftliches Projekt des LABOR SPIEZ (BABS), des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des KompZen ABC KAMIR statt. Aus den rund 80 Interessenten hat die IAEA 25 Teilnehmer aus 23 Ländern nominiert, welche im ABC Zentrum Spiez vom 02.-06. November durch 15 Ausbildner und Referenten der drei beteiligten Organisationen in die ereignisorientierte Messtechnik "in situ Gammaspektrometrie" eingeführt werden. Dabei stehen verschiedene Theorieblöcke sowie praktisches Üben im Feld auf dem Programm.

Oktober 2015


Ringversuche der OPCW – Bestnoten für Labor Spiez

OPCW 2015Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) ist für die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention verantwortlich und verfügt über ein weltweites Netzwerk von Vertrauenslabors für die Analyse von Verdachtsproben. Zur Überprüfung der bestehenden und zur Designierung von neuen Vertrauenslabors organisiert die OPCW jedes Jahr zwei Ringversuche. Das Labor Spiez, ein Vertrauenslabor seit 1998, hat auch den jüngsten Ringversuch erfolgreich bestanden. Damit ist Spiez eines von weltweit nur 5 Labors, welche ihre Designierung permanent aufrechterhalten konnten. Unter diesen 5 Spitzenlabors erreichte Spiez zudem die insgesamt besten Bewertungen.

Spiez, 14.09. 2015


Die A-EEVBS im Einsatz

Uebung PumaAm Freitag, 21. August 2015 hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz in Zusammenarbeit mit der

eine Übung auf dem Militärflugplatz Locarno durchgeführt. Die Einsatzequipe Radioaktivität des VBS (A-EEVBS) hatte die Aufgabe, eine radiologische Situation im Bereich der nuklearen Forensik zu klären. Die Übung wurde durch Journalisten des ZEM dokumentiert.

Unter folgendem Link können Sie sich das 5-Minuten Video ansehen:

August 2015


Impressionen vom Tag der offenen Tür im LABOR SPIEZ

Am 19. und 20. Juni 2015 öffnete das LABOR SPIEZ im Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS seine Türen. Interessierte Besucherinnen und Besucher konnten sich vor Ort und hautnah über die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten des Fachinstituts für den Schutz vor atomaren, biologischen und chemischen Gefahren (ABC-Schutz) informieren.

Tag der offenen Tür 2015

Die grosse Besucherzahl zeigt, dass der Tag der offenen Tür im LABOR SPIEZ einem grossen Bedürfnis entspricht. Und die Fachleute konnten das interessierte Publikum mit ihrer Kompetenz und auch mit ihrer offenen Kommunikation überzeugen. Die Bilder zeugen von der guten Stimmung.

Tag der offenen Tür 2015

Juni 2015


Training für IKRK-Spezialisten

IKRK TrainingDelegierte des IKRK können während ihren Einsätzen in Krisengebieten unter Umständen mit ABC-Risiken konfrontiert werden. Vom 19. bis 21. Mai 2015 organisierte das Labor Spiez deshalb eine entsprechende Ausbildung für Spezialisten des IKRK. Nach einer theoretischen Einführung zu chemischen Kampfstoffen wurden fünf Mitarbeiter der internationalen Organisation in der praktischen Verwendung von Schutzmaterial und dem Einsatz von Messgeräten sowie Probenahme-Material ausgebildet. Zudem konnten sie das Erlernte an zwei Einsatzübungen testen. Diese Ausbildung war als Prototyp konzipiert und weitere Module sollen folgen. Das Labor Spiez ist seit 2011 Referenzlabor des IKRK und unterstützt dieses durch Beratung und Ausbildung.

Juni 2015


Jahresbericht 2014

Feldübung CTBTOIm neuesten Jahresbericht finden Sie Beiträge unter anderem über unsere internationalen Einsätze in Jordanien (Inspektionsübung der Organisation über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen CTBTO) und in Guinea (Ebola-Diagnostik). Zudem berichten wir ausführlich über den Einsatz von hochauflösender Massenspektrometrie in der Verifikationsanalytik. Diese Technik hat sich bei wichtigen Analysenaufträgen für die OPCW als unverzichtbares Werkzeug etabliert.

Mai 2015


Zecken-App

Logo Zecken-AppDurch Zeckenstiche übertragene Krankheiten nehmen zu und verursachen hohe Kosten. Weil sich mehr Menschen in der Freizeit im Zeckengebiet bewegen und sich Zecken infolge der Klimaerwärmung ausbreiten, ist diese Tendenz steigend. Zur Vorbeugung von Stichen und zu ihrer richtigen Behandlung haben Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Wädenswil eine Zecken-App entwickelt. Die häufigsten Erkrankungen durch Zeckenstiche sind die Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Gegen die Hirnhautentzündung FSME ist eine Schutzimpfung möglich, gegen Borreliose nicht. Wo die Impfung empfohlen wird, zeigt die in der App abrufbare Übersichtskarte des Bundesamts für Gesundheit. Zur Berechnung der Gefahrenstufe verwendet die App den Standort, aktuelle Klimadaten und die Beschaffenheit der Oberfläche als Indikator für die Qualität des Zecken-Lebensraums.

Das Nationale Referenzzentrum für zeckenübertragene Krankheiten (NRZK: http://www.labor-spiez.ch/de/the/bs/dethebsnrzk.htm) im Labor Spiez hat die Entwicklung dieser App fachtechnisch unterstützt.

Die App kann mit iOS-Geräten auf Deutsch und Französisch kostenlos heruntergeladen werden. Eine Android-Version ist für 2016 geplant.

März 2015


Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Ebola

Das Labor Spiez beteiligt sich an einem grossen internationalen Forschungsprojektes zu VSV-ZEBOV, einer der vielversprechendsten Impfstoff-Kandidaten gegen Ebola. Die Arbeiten ergänzen die klinische Teststudie, die gegenwärtig an den Genfer Universitätsspitälern (HUG) durchgeführt wird. Dabei werden Proben von freiwilligen Probanden in molekularer und genetischer Hinsicht untersucht, um die Auswirkungen dieses experimentellen Impfstoffes auf das menschliche Immunsystem im Detail zu verstehen.

Koordiniert wird das Projekt von der Universität Genf. Das Labor Spiez ist involviert, weil es schweizweit das einzige Labor ist, das für einen sicheren Umgang mit hochansteckenden Krankheitserregern wie dem Ebola-Virus gerüstet ist. Sein Fachpersonal wird untersuchen, ob und in welchem Ausmass das Serum der mit dem VSV-ZEBOV geimpften Personen das Ebola-Virus neutralisieren kann. Diese Arbeit kann weltweit nur in wenigen Labors durchgeführt werden.

Januar 2015


Spiez CONVERGENCE- Bericht zum ersten internationalen Workshop

Spiez ConvergenceExperten aus Forschung, Industrie und Politik haben vom 5.-9. Oktober in Spiez die möglichen Folgen einer Konvergenz von Chemie und Biologie für die Rüstungskontrollabkommen (BWC und CWC) diskutiert. Organisiert wurde das internationale Treffen vom Labor Spiez, mit finanzieller Unterstützung der Departemente VBS und EDA. Der Konferenzbericht entstand in Zusammenarbeit mit dem Center for Security Studies der ETHZ.

Dezember 2014


Spiezer Ausbildung für Chemiker aus Libanon

Ausbildung für Chemiker aus LibanonDas Office for Cooperative Threat Reduction des US-Aussenministeriums (CTR) hat diesen Sommer um die Unterstützung durch das LABOR SPIEZ bei Fachausbildungen für Experten aus Partnerstaaten gebeten. Zuvor hatte das CTR das Lawrence Livermore National Laboratory (LLNL) in Kalifornien beauftragt, eine Fachausbildung für libanesische Chemiker zu organisieren. LLNL schlug vor, diese Ausbildung in Spiez zu organisieren, weil hier die geeignete Infrastruktur vorhanden ist.

Vom 29. September bis 2. Oktober 2014 wurden zehn Chemiker aus dem Libanon von drei Instruktoren der USA in Spiez ausgebildet. Der Lehrgang behandelte persönliche Schutzmittel für chemische Kampfstoffe und verwandte Verbindungen, die Anwendung von Felddetektoren, die Handhabung von Proben im Labor sowie deren Aufarbeitung und Analyse. Mitarbeiter des LABOR SPIEZ begleiteten die Ausbildung, die Kosten für die Teilnehmenden wurden von den USA getragen.

Die Schweiz unterstützt mit dieser Aktion den Libanon als Vertragsstaat der OPCW im Rahmen von Artikel X des Chemiewaffenübereinkommens.

Oktober 2014


Diagnostik für RG4-Erreger

Dieses Jahr ist die höchste Sicherheitsstufe des Biosicherheitslabors im LABOR SPIEZ in Betrieb gegangen. Die Arbeiten im Labor dienen der Diagnostik von hochpathogenen Krankheitserregern sowie der Erforschung von Krankheitsverbreitungen und Therapiemöglichkeiten. Das Biosicherheitslabor ermöglicht auch den sicheren Nachweis des Ebola Virus, ein Infektionserreger der höchsten Risikostufe (RG-4) aus Patientenproben und aus der Umwelt. Neben dem LABOR SPIEZ ist auch das Virologie-Labor des Universitätsspital Genf in der Lage, den Nachweis aus Patientenproben zu führen.

September 2014


Im Einsatz mit dem European Mobile Laboratory zur Bewältigung des Ebola Ausbruchs in Guinea

European Mobile Laboratory ProjectEine wissenschaftliche Mitarbeiterin des Fachbereichs Biologie war in den letzten Wochen mit dem European Mobile Lab in Guéckédou in Guinea im Einsatz und untersuchte mittels molekularer Diagnose­ver­fahren zahlreiche Patientenproben auf Ebola-Viren. Mit der Unter­suchung der Proben vor Ort konnte rasch eine verlässliche Diagnose sichergestellt werden, welche als Grundlage von Massnahmen zur Bewältigung der Situation dient.

Aufgrund einer Anfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und deren Global Outbreak Alert und Response Network (GOARN) wurde das European Mobile Laboratory aktiv. Der Ebola-Ausbruch in der Region ist aktuell noch nicht verebbt, weshalb der Einsatz in Guinea weitergeführt wird.

Juni 2014


Nachweis von Botulinumneurotoxinen ohne Tierversuche

Logo 3RDie Stiftung 3R fördert ein Projekt des LABOR SPIEZ zur Weiterentwicklung einer in vitro Alternativmethode zum Nachweis von Botulinumneurotoxinen (BoNT). Angestrebt wird ein Modellsystem, das die drei Funktionen der Toxine (Rezeptorbindung, Translokation und Endopeptidasefunktion) simuliert. Das Ziel ist die Entwicklung einer Methode zum Nachweis von BoNT ohne den Einsatz von Versuchstieren.

Mai 2014


„Spiez CONVERGENCE“, 5.-9. Oktober 2014

Spiez ConvergenceDie Konvergenz der Wissenschaften und insbe­son­dere die Konvergenz von Chemie und Biologie - in Kombination mit raschen Fortschritten in den life sciences – können die Umsetzung von Rüstungs­kontroll­abkommen, insbesondere die Biowaffen­konvention (BWC) und das Chemie­waffen­überein­kommen (CWÜ) beeinflussen. Primäres Ziel einer für diesen Herbst geplanten internationalen Kon­ferenz in Spiez ist es, die neuesten Entwicklungen in Wissenschaft und Technologie zu bewerten und abzuschätzen, wie gewisse Fortschritte die Produktionstechnologien für Chemikalien, Giftstoffe oder Mikroorganismen bzw. die Umsetzung der entsprechenden Rüstungskontrollabkommen tangieren könnten. Zielgruppe der Konferenz sind Meinungs­führer und Experten aus Wissen­schaft, Industrie und Politik. Die Ergebnisse der Beratungen werden später einem breiteren Publikum zugänglich gemacht.

Mai 2014


Der Friedensnobelpreis 2013 geht an die OPCW

OPCW-LogoDer Friedensnobelpreis 2013 geht an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW). Die Organisation wurde für ihre Bemühungen für die Zerstörung chemischer Waffen ausgezeichnet.

Das LABOR SPIEZ arbeitet seit Jahren als designiertes Labor eng mit der OPCW zusammen, zuletzt bei der Analyse von Proben im Zusammenhang mit der UNO-Mission in Syrien.

Die Auszeichnung durch das Nobel-Komitee bestätigt unsere bisherige Arbeit und spornt uns an, auch in Zukunft die OPCW nach Kräften zu unterstützen.

Oktober 2013


Bericht der Uno bestätigt den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien

UNO-Bericht SyrienDie UN-Chemiewaffeninspekteure haben in Syrien «klare und überzeugende» Beweise für einen Angriff mit dem Giftgas Sarin am 21. August in der Nähe von Damaskus gefunden. Das Gas sei mit Boden-Boden-Raketen verschossen und «auch gegen Zivilisten, darunter viele Kinder», eingesetzt worden. Das geht aus einem 38-seitigen Bericht hervor, den die Vereinten Nationen in New York vorstellten. Das LABOR SPIEZ war eines von vier beteiligen Speziallabors, welche Proben aus Syrien für den Bericht analysierten.

September 2013


Mutmasslicher Chemiewaffen-Einsatz in Syrien

22. August 2013 - In Syrien sind in den letzten Tagen zahlreiche Menschen vermutlich an den Folgen eines Angriffs mit Chemiewaffen gestorben. Zwar lässt sich aufgrund des derzeit verfügbaren Bildmaterials nicht genau feststellen, welcher Kampfstoff eingesetzt wurde und wer für die Angriffe verantwortlich gemacht werden kann. Die Kombination der erkennbaren Symptome deutet jedoch auf ein Nervengift.

August 2013


Sedimentprobennahme im Bielersee und im Stausee Niederried

Probennahme NiederriedDas LABOR SPIEZ untersucht seit 1994 zusammen mit der Hochschule Ravensburg den Eintrag von Cs-137 in Sedimente von Schweizer Seen. Die Tiefenprofile der Sedimentkerne zeigen jeweils deutlich den Eintrag von Cs-137 aufgrund der Kernwaffentests der 50er und60er Jahre sowie des Reaktorunglückes von Tschernobyl im Jahre 1986. Neben Cs-137 kann im Sediment auch Plutonium von Kernwaffentests nachgewiesen werden. Dieses „Global Fallout Plutonium“ lässt sich massenspektrometrisch von Plutonium anderer Herkunft unterscheiden. Bei den Probennahmen im Bielersee und im Stausee Niederried soll unter anderem untersucht werden, ob sich neben dem „Global Fallout Plutonium“ auch Plutonium vom Kernkraftwerk Mühleberg nachweisen lässt.

Juli 2013


Entwicklungsprojekt in der Demokratischen Republik Kongo

Bild KongoIn der Demokratischen Republik Kongo läuft seit 2006 ein durch die UNICEF unterstütztes, umfangreiches staatliches Entwicklungsprogramm unter dem Namen „ Villages et Ecoles assainis“. Ziel dieses Programmes, das mittlerweile in allen 11 Provinzen des Landes 5000 Dörfer und 1600 Schulen erfasst, ist die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, der hygienischen Verhältnisse sowie der Abwasserentsorgung in ländlichen Dörfern, aber auch städtischen Zonen.

Die langfristige Versorgung mit sauberem Trinkwasser bedingt, dass das Trinkwasser sowie die Fassungen vor Verunreinigungen wie Fäkalien und Chemikalien geschützt sind. Zwei Mitarbeiter des LABOR SPIEZ haben vom 25.5. – 10.6.2013 im Auftrag der UNEP und UNICEF, im Rahmen des „Water Safety Plan“ (WSP) des Entwicklungsprogrammes, umfangreiche Probenahmen und Feldanalysen an ausgewählten Standorten zur Beurteilung der Trinkwasserqualität unternommen. Speziell in den Bergbaugebieten des Südens kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die intensiven Erzabbautätigkeiten Grundwasserzonen mit Schwermetallen kontaminiert werden.

Während des Einsatzes fanden zudem zahlreiche Treffen mit den Gesundheitsbehörden und Universitäten statt, um über Überwachungsprogramme und Analysenmethoden in lokalen Laboratorien zur Trinkwasserkontrolle zu diskutieren. Die Analysenergebnisse und Empfehlungen des LABOR SPIEZ fliessen in diese Entscheidungsprozesse ein.

Juli 2013


Erfolgreicher OPCW Proficiency Test 2012

Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) ist für die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention (CWC) verantwortlich und verfügt über ein weltweites Netzwerk von Vertrauenslabors für die Off-Site Analyse von Verdachtsproben, zu welchem seit 1998 auch das LABOR SPIEZ gehört. Zur Überprüfung der bestehenden Vertrauenslabors und zur Designierung neuer Labors organisiert die OPCW jährlich zwei Proficiency-Tests (PT), wobei die Teilnahme an einem Test pro Jahr sowie ein erfolgreiches Abschneiden Voraussetzung sind für den Erhalt des Status als OPCW-Vertrauenslabor. Die Gruppe Organische Analytik (OA) hat im Herbst 2012, unterstützt durch andere Bereiche des LS, den 32. OPCW Proficiency-Test mit dem Maximal-Rating A abgeschlossen und somit den Status des LABOR SPIEZ als OPCW-Vertrauenslabor für ein weiteres Jahr sicher gestellt. Das LABOR SPIEZ bestreitet die anspruchsvollen Tests mit relativ bescheidenen Personalressourcen und besteht diese regelmässig mit dem Maximal-Rating. Dies dokumentiert, dass Spiez auf dem Gebiet der C-Kampfstoffanalytik weiterhin zu den weltweit führenden Instituten gehört.

März 2013


Factsheet zu „Incapacitating Chemical Agents“ ICA

An der 2. Überprüfungskonferenz des CWÜ 2008 hat die Schweiz ein Dokument zu «handlungsunfähig machenden chemischen Agenzien» (ICA) eingebracht. Für die 3. Überprüfungskonferenz vom 8. bis 19. April 2013 will die Schweiz einen weiteren Vorstoss unternehmen, um dieses Mal die Diskussion über ICA innerhalb der CWÜ Mitgliedstaaten zu führen. Ein ICA-Factsheet des LABOR SPIEZ dient als Hintergrundinformation für die Initiative.

März 2013


BSL-4 Workshop in Spiez

Das 2010 eingeweihte Biosicherheitslabor in Spiez befindet sich derzeit im Teilbetrieb, die Aufnahme der wissenschaftlichen Arbeiten auf der Biosicherheitsstufe 3 erfolgte 2012. Die Einrichtungen der höchsten Sicherheitsstufe 4 werden derzeit in Betrieb genommen. Bis dahin kann ein Grossteil der Analysearbeiten an inaktivierten Erregern in den regulären Labors von Spiez vorgenommen werden.

Um die höchstmögliche Qualität und Betriebssicherheit zu gewährleisten, steht das LABOR SPIEZ permanent in engem Kontakt zur internationalen Biosafety-Community und organisiert in diesem Zusammenhang vom 11. bis 15. März 2013 einen BSL-4-Workshop in Zusammenarbeit mit ERINHA, dem „European Research Infrastructure on Highly Pathogenic Agents“:

Februar 2013


Leuchtende Liposomen ersetzen Tierversuche

Dank eines neuen Botox-Tests, der mit Unterstützung des LABOR SPIEZ entwickelt wurde, könnten Laboratorien weltweit jährlich auf eine halbe Million Nager für Versuchszwecke verzichten.

Ein Millionstel Gramm pro Kilo Körpergewicht reicht, um einen Erwachsenen mit Botulinum-Neurotoxin (BoNT) zu töten. Trotz seiner Toxizität ist das Nervengift heute nicht mehr aus Medizin und Kosmetik wegzudenken. Doch es kann nicht synthetisch in konstanter Konzentration hergestellt werden. Deshalb muss jede Charge eines BoNT-haltigen Therapeutikums getestet werden. Bei diesen Routinetests müssen in der EU und den USA jährlich über eine halbe Million Mäuse sterben.

Um dies zu vermeiden, hat Oliver Weingart als ETH-Doktorand im LABOR SPIEZ ein Testsystem entwickelt, welches ohne Tierversuche auskommt, da es die toxische Aktivität des Nervengifts mit künstlichen Lipidmembran-Bläschen, so genannten Liposomen misst. Das neue Testsystem wurde nun weltweit zum Patent angemeldet.

Februar 2013

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