Bakteriologie

Die Gruppe Bakteriologie ist spezialisiert für den Nachweisvon bakteriellen Erregern der Risikogruppe 3 (Bacillus anthracis, Yersinia pestis, Francisella tularensis, Brucella abortus, Brucella melitensis, Coxiella burnetii, Burkholderia mallei und Burkholderia pseudomallei). Obwohl diese in den hoch entwickelten Ländern Europas selten als natürlich vorkommende Krankheiten auftreten, ist ein absichtlicher Einsatz nicht auszuschliessen. Die Anthrax-Briefe, die im Herbst 2001 in den USA verschickt wurden, haben diese Thematik in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt. Sowohl für die Bewältigung solcher Ereignisse wie auch für die klinische Diagnostik ist der schnelle und zuverlässige Nachweis von zentraler Bedeutung.

Zur Überprüfung der Qualität der Analysen wird regelmässig an nationalen und internationalen Ringversuchen teilgenommen. Die Verfahren sind gut erprobt und werden sukzessive akkreditiert. Die Teilnahme am europäischen Netzwerk QUANDHIP (Quality Assurance Exercises and Networking on the Detection of Highly Infectious Pathogens) bietet eine ideale Plattform für den wissenschaftlichen Austausch auf dem Gebiet der Diagnostik von hochpathogenen Bakterien.

Das Labor Spiez ist Partner im schweizerischen Regionallabornetz. Dieses umfasst sechs Labors, die eingerichtet sind für eine Primärdiagnostik von pathogenen Erregern mit Potential für bioterroristischen Missbrauch. Die Gruppe Bakteriologie führt im Auftrag des Regionallabors Zentrum-West (Kant. Laboratorium Bern) die Probenanalytik durch. Seit Januar 2014 werden auch die Aufgaben des Nationalen Referenzzentrums für Anthrax (NANT) durch das Labor Spiez wahrgenommen.

In Kooperation mit (universitären) Instituten im In-und im Ausland werden angewandte Forschungsprojekte durchgeführt. Zum Aufgabengebiet gehört auch die mikrobiologische Trinkwasserkontrolle für die Armee und die Ausbildung von Lernenden.

Leitung:

Dr. Nadia Schürch

Mitarbeitende:

Sandra Paniga
Susanne Thomann
Dr. Matthias Wittwer
Fritz Wüthrich


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