Chemie

Der Fachbereich Chemie befasst sich mit Bedrohungen, die von chemischen Kampfstoffen und verwandten toxischen Verbindungen ausgehen. Er betreibt zum Schutz der Bevölkerung das technische Instrumentarium, erarbeitet das nötige Fachwissen zur Beurteilung, Abwendung und Bewältigung solcher Gefahren und unterstützt diesbezüglich Behörden und Armee. Eine gezielte Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen, Fachinstituten und Geräteherstellern stellt sicher, dass dem Fachbereich Chemie die aktuellsten technisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Verfügung stehen.

In einem Syntheselabor für hochtoxische Verbindungen werden chemische Kampfstoffe in Kleinstmengen zu Referenz- und Prüfzwecken hergestellt. Ein international zertifiziertes und akkreditiertes Analyselabor entwickelt Methoden zur Identifikation von chemischen Kampfstoffen und verwandten Verbindungen. Zudem unterweisen die Experten des FB Chemie die Spezialisten der Armee in der richtigen Anwendung dieser Methoden. Die Gruppe Detektion und Dekontamination testet mit speziellen Prüfeinrichtungen die Nachweisgeräte und Entgiftungsmittel für chemische Kampfstoffe auf ihre Wirkungsweise.

Der Fachbereich Chemie betreibt eine Fachstelle für Rüstungskontrolle und unterstützt die zuständigen Stellen des Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) und des Eidg. Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) bei der Umsetzung des Chemiewaffenübereinkommen (CWÜ) sowie den Exportkontrollbestimmungen der Australiengruppe. Dazu gehört die Meldestelle für Chemikalien für die vom CWÜ erfasste chemische Industrie.

Als Teil der Einsatzequippe VBS stellt der Fachbereich Chemie sicher, dass für die Bewältigung von C-Terrorereignissen Fachwissen, Fachpersonal und technische Mittel zur Verfügung stehen.

Zur Förderung des beruflichen Nachwuchses werden jährlich zwei Lernende zu Chemielaboranten EFZ ausgebildet.

Stefan Mogl Leitung:
Stefan Mogl


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